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Risikofaktoren

Bluthochdruck

Erhöhte Blutdruckwerte (höher als 140/90) sind ein Hauptrisikofaktor für die Entstehung eines Schlaganfalls. So ist das Schlaganfallrisiko bei Menschen mit erhöhtem Blutdruck etwa drei- bis viermal höher als bei Menschen mit normalen Blutdruckwerten. Wichtig zu wissen: Jeder vierte über 40-jährige hat einen zu hohen Blutdruck! Lassen Sie deshalb Ihre Werte regelmäßig überprüfen, denn nur die Messung bringt Gewissheit. Empfohlen wird ein zweimal jährlicher Blutdruck-Check. Denn erhöhte Blutdruckwerte verursachen in der Regel keine Schmerzen oder Krankheitsgefühle. Deswegen werden sie vom Betroffenen meist nicht wahrgenommen und erst durch die Messung entdeckt. Wird der Bluthochdruck nicht behandelt, werden die Arterien des Körpers im Lauf der Jahre stark geschädigt und die Arterienverkalkung beschleunigt. Wer bereits Medikamente gegen erhöhten Blutdruck einnimmt, sollte diese nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt absetzen.

Fettstoffwechselstörungen

Erhöhte Cholesterinwerte schädigen ebenfalls die Gefäße und beschleunigen die Arterienverkalkung. Sie tragen durch ihre Einlagerung in die Arterienwände wesentlich dazu bei, dass es zu Einengungen und Verschlüssen dieser Gefäße kommt.

Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)

Auch erhöhte Blutzuckerwerte tun erst einmal nicht weh. Aber auch hier gilt: Im Laufe der Jahre schädigt das 'Zuviel' an Zucker die Arterien unseres Körpers dramatisch. Besonders gefährlich für die Entstehung der Arterienverkalkung und damit für das Auftreten von Herzinfarkt und Schlaganfall ist vor allem die Kombination aus den Grunderkrankungen Diabetes plus Bluthochdruck plus Fettstoffwechselstörung, die bei vielen Patienten mit Alterszucker (Typ-2-Diabetes) auftritt. Dieses Krankheitsbild wird auch als metabolisches Syndrom bezeichnet.

Rauchen, Alkohol, Pille, Drogen

Das Schlaganfallrisiko von Zigarettenrauchern ist, abhängig von der Anzahl der täglich gerauchten Zigaretten und dem Alter des Betroffenen, ca. 3 bis 6mal höher als bei Nichtrauchern. Vor allem die gefürchteten 'blutigen' Schlaganfälle, die mit Hirnblutungen einhergehen, treten bei starken Rauchern vermehrt auf.

Zu viel Alkohol (regelmäßig mehr als 10-20 g/Tag) wirkt gesundheitsschädigend: Es kommt zu Blutdruckerhöhungen und Schäden der Gefäßwand. Die Gewohnheitstrinker (ab ca. 80 g Alkohol pro Tag) haben bereits ein deutlich erhöhtes Risiko für das Auftreten von Schlaganfällen und Herzinfarkten. Darüber hinaus treten lebensbedrohliche Schäden an Leber und Bauchspeicheldrüse auf.

Immer mehr junge Menschen erleiden einen Schlaganfall. Besonders gefährdet hierbei sind Frauen, die die 'Pille' einnehmen und zusätzlich rauchen. Hierbei können zunächst auftretende starke Kopfschmerzen ein erster Hinweis auf einen drohenden Schlaganfall sein.

Designer-Drogen wie Ecstasy, aber auch das seit langem in der Szene verwendete Kokain, schädigen die Gefäße extrem und können neben dem momentanen Glücksgefühl auch ganz schnell Körperbehinderung und Pflegebedürftigkeit verursachen, wenn sie nicht gar letztendlich zum Tode durch den Schlaganfall führen.

Übergewicht

Übergewichtige neigen eher dazu, Diabetes und Fettstoffwechselstörungen sowie Bluthochdruck zu entwickeln. Durch diese Erkrankungen wird dann die Entstehung einer massiven Arterienverkalkung dramatisch beschleunigt. Allein durch eine Gewichtsabnahme ist bei diesen Patienten schon eine Verbesserung ihrer Blutwerte zu erreichen und das Fortschreiten der Arterienverkalkung einzudämmen.

Bewegungsmangel

Durch körperliche Bewegung wird der Blutstrom aktiviert. Auch Ihre Gefäßwände werden über winzige Blutstrombahnen, die sogenannten Vasa vasorum mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Durch Bewegung bzw. körperliche Anstrengung werden die Gefäßwände durch gesteigerte Blutversorgung vermehrt versorgt. Ohne Bewegung oder körperliche Aktivität fällt dieser positive Effekt für die Gesundheit Ihrer Gefäße aus. Die Folge ist, dass die einzelnen Zellen Ihrer Gefäßwände, vor allem bei Belastungssituationen durch Stress, hohen Blutzucker, Bluthochdruck oder Fettstoffwechselstörungen keinerlei Energie zur Abwehr der schädlichen Einflüsse besitzen. Als Folge nimmt die Arterienverkalkung ihren fatalen Lauf mit Endstation Schlaganfall oder Herzinfarkt.

Hochgradige Verengung der Halsschlagadern

Infolge der Arterienverkalkung kann es insbesondere in Verbindung mit Bluthochdruck zu hochgradigen Verengungen in den Halsschlagadern infolge Gefäßwandverdickung und Gerinnselbildung kommen. Sind die Halsschlagadern über 70 Prozent ihres Durchmessers eingeengt und liegt laut ärztlichem Befund eine über 70-prozentige Verengung der Halsschlagadern (Karotisstenose) vor, muss das einengende Material dringend operativ entfernt werden, wenn es bereits Symptome zerebraler Ischämien (z. B. TIAs) gibt. Ansonsten ist die Gefahr für einen Schlaganfall extrem erhöht.

Herzrhythmusstörungen oder Missbildungen des Herzens

Unabhängig von der Arterienverkalkung kann es auf Grund von starken Herzrhythmusstörungen (Vorhofflimmern) oder Missbildungen des Herzens (Foramen ovale magnum) zu Verwirbelungen des Blutstroms im Bereich des Herzens kommen. Dadurch wird die Gerinnung des Blutes aktiviert und Gerinnsel entstehen. Diese können über die linke Herzkammer in den Blutstrom gelangen, der den gesamten Körper versorgt. Bleibt ein Teil eines solchen Gerinnsels in einem Gefäß im Gehirn hängen und verstopft dieses, kommt es ebenfalls zum Hirninfarkt.
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