Das gefährliche Gerinnsel kann auf verschiedenen Wegen entstehen. Besteht beim betroffenen Patienten schon länger eine Atherosklerose, z. B. als Folge eines Bluthochdrucks oder einer Fettstoffwechselstörung, stellt in der Regel diese Arterienverkalkung die eigentliche Ursache des Schlaganfalls dar. Hierbei sind meist nicht einmal die Hirnarterien selbst 'verkalkt' und verursachen dadurch eine Gerinnsel-(Thrombus-)bildung, sondern häufig werden Gerinnsel aus anderen Gefäßen über den Blutstrom ins Gehirn verschleppt. Besonders gefährlich sind hierbei hochgradige Verkalkungen und Einengungen der beiden Halsschlagadern. Liegt hier eine ausgedehnte Gerinnselbildung im Gefäß vor, besteht die große Gefahr, dass sich ein Teil dieses Gerinnsels ablöst und mit dem Blutstrom direkt ins Gehirn gelangt. Dort verzweigen sich die Gefäße in immer feinere Äste, so dass der Durchmesser des abgelösten Gerinnselteils schließlich ausreichen kann, ein solches kleines Gefäß (Hirnarterie) zu verstopfen.
Diese Veränderungen an den Halsschlagadern werden vom Betroffenen meist nicht bemerkt, können vom Arzt aber mittels Sonographie (Ultraschall) einfach und schmerzlos festgestellt werden.
Fehlbildungen des Herzens oder ausgeprägte Herzrhythmusstörungen können ebenfalls eine Ursache für die Bildung eines Blutgerinnsels sein, das über die Blutbahn ins Gehirn verschleppt wird.
Führt ein Blutgerinnsel nur zu einer kurzzeitigen Verstopfung einer Hirnarterie, treten beim Betroffenen nur vorübergehend (< 24 Stunden) die Krankheitszeichen eines Schlaganfalls auf. Dieses Ereignis wird dann als
transitorische ischämische Attacke (TIA) bezeichnet. Für Patienten, die schon einmal eine solche TIA erlitten haben, besteht ein deutlich erhöhtes Risiko für einen späteren Schlaganfall! Daher sollten Sie, falls Sie eine TIA bemerken, unbedingt sofort ein Krankenhaus aufsuchen. Denn mit der richtigen Prävention lässt sich das Risiko für den Schlaganfall deutlich senken.