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Veränderungen des Gelenks bei rheumatischen Erkrankungen

Aufbau eines gesunden Gelenks

Bewegung wird erst durch Gelenke (z. B. Schulter-, Knie-, Fingergelenke) ermöglicht. Jedes Gelenk besteht aus zwei oder mehr Gelenkkörpern, den knöchernen Anteilen, die an den jeweiligen zusammenpassenden Enden mit Knorpel überzogen sind. Der glatte Knorpel vermindert die zwischen den Knochen auftretende Reibung. Verändert sich seine Beschaffenheit, das heißt, die ansonsten glatte Oberfläche der Gelenkknorpel wird rauh oder bekommt Risse und wird durch Reibung beschädigt, kommt es zu zerstörerischen (degenerativen) Prozessen innerhalb des Gelenks. Die Arthrose nimmt ihren Lauf.
Als Umhüllung wird das Gelenk von einer Kapsel umgeben, deren innere Schicht, die sogenannte Gelenk-Innenhaut eine entscheidende Rolle bei der Entstehung der Gelenkentzündung (Arthritis) spielt. Zwischen den Knochen- bzw. Knorpelenden befindet sich der Gelenkspalt mit der Gelenkschmiere, die auch den Gelenkknorpel mit Nährstoffen versorgt.

Das entzündete Gelenk

Arthritis der Zehen- und Kniegelenk
Arthritis der Zehen- und Kniegelenk
Kommt es zu einer Entzündung eines Gelenks, zeigt sich dies zu-nächst durch eine Schwellung (Gelenk wird dicker) sowie Überwärmung und Rötung (Haut über dem Gelenk). Außerdem können Schmerzen und Funktionseinschränkung der betroffenen Gelenke auftreten (z. B. Finger kann nicht mehr abgewinkelt werden). Abwehr- und Entzündungszellen wandern aus dem Blut (bei Systemerkrankungen) oder nach Produktion im Gelenk (bei örtlich begrenzten Krankheitsprozessen) zur Gelenkinnenhaut und führen dort zunächst zu einer gesteigerten Flüssigkeitsbildung (Erguss - Gelenk schwillt an). Bei länger andauernder Entzündung kann es zu einer Wucherung der Gelenkinnenhaut kommen.
Vor allem bei der rheumatoiden Arthritis bildet sich ein sogenannter Pannus mit aggressiven Eigenschaften, der zerstörend auf Knorpel, Knochen und Bindegewebe des Gelenks einwirkt. Im weiteren Verlauf ziehen die Zerstörungen der Gelenkstruktur Fehlstellungen und Funktionsstörungen, im Endstadium sogar völligen Funktionsverlust (Gelenk wird steif) nach sich.

Das arthrotische Gelenk

Hierbei kommt es aufgrund des natürlichen Alterungsprozesses oder vorzeitig infolge unterschiedlicher schädlicher Einwirkungen auf das Gelenk zu einem Verschleiß des Gelenkknorpels. Dies führt zu einer Zerstörung von Knochensubstanz im Gelenkbereich. Als Folge der entstehenden Instabilität im Gelenk kann eine Knochenneubildung in Form von wulstförmigen Kantenausziehungen entstehen, die schließlich in einer Deformierung der Gelenke mit zunehmendem Funktionsverlust resultiert.
Kniegelenksarthrose
Kniegelenksarthrose
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