In den meisten Fällen beginnt die Erkrankung im Bereich der Kreuzbein-Darmbein-Gelenke. Die ersten Beschwerden sind daher tiefsitzende Kreuzschmerzen, die den Patienten vor allem nachts und in den frühen Morgenstunden quälen, sowie zur morgendlichen Steifigkeit führen.
Typisch ist auch eine Schmerzauslösung durch Husten und Niesen. Im weiteren Verlauf werden dann oft einzelne Wirbelsäulenabschnitte mitbetroffen, was zu ähnlichen Schmerzen in der entsprechenden Region führt. Neben der Entzündung der Wirbelsäulengelenke kommt es auch zu knöchernen Neubildungen. Zwischen den Wirbeln können sich so Knochenbrücken bilden, die zu einer fortschreitenden Verformung und Versteifung der Wirbelsäule (Rundrücken in den oberen Abschnitten, Verlust der natürlichen Wölbung in der Lendenwirbelsäule) führen. Diese Entwicklung zeigt sich zum Glück in ausgeprägter Form nur in einem kleinen Teil der Fälle, häufig kommt die Erkrankung in einem früheren Stadium zum Stillstand.
Verlauf
Der Verlauf der Erkrankung ist oft schubartig. Nässe und Kälte sowie Überbelastung der Wirbelsäule können Schübe begünstigen. Bei 30 - 40 % der Patienten bleibt die Erkrankung auf die Wirbelsäule begrenzt. Es können aber zusätzlich Entzündungen der großen Gelenke (v. a. Hüft-, Kniegelenke), schmerzhafte Entzündungen der Sehnenansätze am Knochen (v. a. Fersen, Sitzbein-Gesäß-Region, Brustkorb), Entzündung der Regenbogenhaut mit Schmerzen, Rötung und Lichtempfindlichkeit am Auge auftreten.