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Ursachen des RLS
Überwiegend tritt das RLS auf, ohne dass man den genauen Grund dafür kennt. In diesen Fällen spricht man vom "idiopathischem RLS" (= RLS ohne erkennbare Ursache). Auffällig ist, dass bei ungefähr der Hälfte aller vom idiopathischen RLS Betroffenen in der nahen Verwandtschaft RLS häufiger vorkommt, was bei ihnen für Vererbung spricht. Bei dieser erblichen Form kommt es bereits in jüngeren Jahren, bis zum 30. Lebensjahr, zu Beschwerden, ansonsten erst nach dem 30. Lebensjahr.
In manchen Fällen ist die Ursache des RLS auch klar zu erkennen. Dies wird als "symptomatisches RLS" bezeichnet. Besonders häufig findet sich das symptomatische RLS bei Frauen in der Schwangerschaft. Glücklicherweise bilden sich die Beschwerden nach der Schwangerschaft von selbst wieder zurück. Auch Menschen, die an Eisenmangel oder an einem Nierenversagen leiden, können infolgedessen von RLS betroffen sein.
Als "Auslöser" oder "Verstärker" der RLS-Beschwerden sind Stress, Nikotin, Koffein und Alkohol bekannt. Auch bestimmte Medikamente können auslösend bzw. verstärkend wirken, z. B. Metoclopramid (ein Wirkstoff gegen Übelkeit), Neuroleptika (werden manchmal auch bei Schlafstörungen eingesetzt), einige Antidepressiva (werden ebenfalls manchmal als Einschlafhilfe verschrieben), Lithium und H2-Blocker. Keine Anhaltspunkte gibt es hingegen dafür, dass Umweltgifte, Allergien oder Nahrungsunverträglichkeiten RLS begünstigen.
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