RLS ist eine weit verbreitete Erkrankung. In Studien, die weltweit und auch in Deutschland durchgeführt wurden, ergab sich: 5 bis 10% der Bevölkerung leiden an RLS. Damit ist RLS ungefähr so häufig wie der Migräne-Kopfschmerz.
Überwiegend tritt das RLS auf, ohne dass man den genauen Grund dafür kennt. In diesen Fällen spricht man vom "idiopathischem RLS" (= RLS ohne erkennbare Ursache). Auffällig ist, dass bei ungefähr der Hälfte aller vom idiopathischen RLS Betroffenen in der nahen Verwandtschaft RLS häufiger vorkommt, was bei ihnen für Vererbung spricht.
Forscher vermuten, dass beim RLS eine Störung des Dopaminhaushalts vorliegt und dass deshalb Nervenimpulse im Gehirn oder Rückenmark nicht mehr reibungslos weitergeleitet werden.
Um feststellen zu können, ob ein RLS vorliegt, gibt es 4 "Minimalkriterien". Sie werden auch als "Hauptkriterien" bezeichnet. Wenn alle 4 Kriterien erfüllt sein, dann liegt "höchstwahrscheinlich" ein RLS vor. Eine ärztliche Überprüfung ist aber auf jeden Fall nötig. Ganz entscheidend bei diesen typischen Kriterien ist der "Bewegungsdrang" der Beine.