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Was kann ich als Patient selbst tun?
Leben Sie aktiv und gesund!
Leben Sie so gesund und so aktiv wie möglich! Denn auch Sie als Patient können den Verlauf der Krankheit durch Ihre Lebensweise beeinflussen. Die eigene Motivation sowie regelmäßige körperliche Aktivitäten wie Spaziergänge oder Beweglichkeitsübungen unterstützen die medikamentöse Therapie. Auch Krankengymnastik ist sehr sinnvoll. Sprechen Sie therapeutische krankengymnastische Übungen jedoch vorher mit Ihrem Facharzt ab!
Tipps für den Alltag
Auch wenn die Parkinson Krankheit Ihre Bewegungen stark beeinträchtigt, sollten Sie Ihre Freude am Sport beibehalten. Denn haben Sie den Schock über Ihre Diagnose erst überwunden, werden Sie feststellen, dass das Leben weiter lebenswert ist, solange Sie nicht plötzlich alles umkrempeln und auf Ihre Hobbys verzichten. Regelmäßige körperliche Aktivität hält Sie fit und hilft Stress abzubauen. Allerdings dürfen Sie sich nicht überfordern.
1. Erhalten Sie Ihre feinmotorischen Fähigkeiten durch regelmäßige Fingerübungen. Spreizen und schließen Sie Ihre gestreckten Finger abwechselnd. Ballen und öffnen Sie die Faust. Lassen Sie Ihre Hände locker kreisen.
2. Im Allgemeinen können Sie durch langsame Bewegungen auch unangenehmen Schwindelanfällen und dadurch bedingten Stürzen vorbeugen.
3. Wenn Sie aus dem Bett aufstehen, bleiben Sie kurze Zeit auf der Bettkante sitzen, bevor Sie sich ganz erheben. Ehe Sie anfangen zu gehen, bleiben Sie noch ein Weilchen stehen, denn so können Sie Gleichgewichtsstörungen und möglicherweise auch Stürze vermeiden.
4. Wenn Sie häufiger unter Gleichgewichtsstörungen leiden, greifen Sie zum Gehstock oder benutzen Sie andere Hilfsmittel! Vermeiden Sie es auch, beim Gehen Gegenstände in beiden Händen zu tragen, denn dadurch wird Ihr Gleichgewicht gestört. Lernen Sie, Ablenkungen, die Sie aus der Balance bringen könnten, zu ignorieren. Auch reden kann störend wirken. Agieren Sie immer nach dem Motto "eins nach dem anderen", denn es ist schwierig, zwei Sachen gleichzeitig zu machen.
5. Stellen Sie beim Aufstehen von einem Stuhl Ihre Füße direkt unter Ihre Knie und nutzen Sie die Kraft Ihrer Beine. Stärken Sie Ihre Beinmuskulatur und ziehen Sie sich nicht mit den Händen hoch.
6. Versuchen Sie auch, beim Gehen die Füße bewusst anzuheben und die Arme mitzuschwingen. Durch das Heben der Füße kann beispielsweise dem Stolpern vorgebeugt werden.
7. Trainieren Sie Ihr Gehirn durch Denksportaufgaben und Gehirnjogging
8. Lernen Sie Entspannungstechniken wie die progressive Muskelentspannung, autogenes Training oder Selbsthypnose!
9. Ernähren Sie sich vitaminreich und bevorzugen Sie leicht verdauliche Speisen. Nehmen Sie lieber täglich 4–6 kleine Mahlzeiten zu sich als 2–3 große. Dies hilft Ihrem Magen und Darm, besser mit dem Transport des Speisebreis zurechtzukommen. In manchen Fällen kann es sinnvoll sein, den Eiweißanteil an der Nahrung zu senken. Dadurch kann man die Wirksamkeit mancher Parkinson-Medikamente erhöhen.
Achten Sie auf Ihre Medikamenteneinnahme!
Für den Erfolg Ihrer Behandlung ist es sehr wichtig, dass Sie Ihre Medikamente genau entsprechend den Anweisungen Ihres Arztes einnehmen. Nur so können Ihre Medikamente optimal wirken. Sollte die Wirksamkeit Ihrer Tabletten trotzdem nachlassen und die Krankheitszeichen wieder schlimmer werden, teilen Sie dies Ihrem Arzt sofort mit. Er wird dann entweder die Menge der einzunehmenden Tabletten ändern oder Ihnen ein anderes bzw. zusätzliches Medikament verschreiben.
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