Prinzipiell muss hinsichtlich des Verlaufs einer HIV-Infektion (Human Immunodeficiency-Virus - Infektion) beachtet werden, dass er sich, individuell betrachtet, äußerst unterschiedlich entwickeln kann. Manche HIV-Positive erkranken schon kurz nach der Infektion an AIDS (Acquired Immunodeficiency Syndrom) mit dem Krankheitsbild schwerer Infektionen oder Tumorwachstum, andere wiederum zeigen auch nach 15 Jahren immer noch keinerlei Krankheitszeichen. Vor diesem Hintergrund ist auch die Aussage zu werten, dass bei HIV-Infizierten die Erkrankung AIDS im Durchschnitt nach 9-10 Jahren ausbricht. Gerade in frühen Stadien der Infektion ist keine verlässliche Aussage über den weiteren Verlauf möglich. Dies hängt vor allem auch mit der sich stetig verbessernden medikamentösen Behandlung der Erkrankung zusammen, auf die jeder HIV-Infizierte gemäß seiner genetischen Veranlagung, seines Alters, seines Lebensstils und weiterer Faktoren unterschiedlich reagiert.
Daher sollte auch kein Betroffener einzig anhand mitgeteilter Stadieneinteilungen seine weitere Lebensplanung ausrichten. Heutzutage ist es dank der modernen Therapieverfahren auch möglich, wieder eine deutliche Verbesserung der Blutwerte, des individuellen Wohlbefindens und der Folgeerkrankungen (opportunistischen Infektionen) von HIV-Infektionen zu erreichen.




