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Startseite  > Bluthochdruck  > Vorbeugung > Tipps für "Morgenmuffel"

Kalte Dusche und Frühsport: ungeeignet für Morgenmuffel und Hypertoniker

Millionen Bundesbürger stehen ungern früh auf. Viele gehören sogar zu den extremen "Morgenmuffeln". Nur mit Mühe und viel Überwindung kommen sie aus dem Bett. Am liebsten würden sie nach dem klingen des Weckers noch einmal die Bettdecke über die Ohren ziehen.
Dabei haben Morgenmuffel oft niedrigen Blutdruck und brauchen deshalb länger, um in die Gänge zu kommen. Heißer Kaffe und kalte Dusche sind die Tipps, die jeder kennt. Mit Morgengymnastik sollten auch die letzten Reste der Müdigkeit beseitigt werden. So weit die Theorie. Ein echter Morgenmuffel schafft es höchstens, den Tipp mit dem Kaffee umzusetzen; vor der kalten Dusche graust es ihm, zur Morgengymnastik hat er keine Lust.

Kalte Dusche läßt die Blutdruckwerte steigen!

Es ist Vorsicht geboten bei den gutgemeinten Tipps gegen Morgenmüdigkeit! Vergessen Sie vor allem die Märchen von der kalten Dusche. Was für Morgenmuffel mit niedrigem Blutdruck lediglich eine Tortur darstellt, kann für diejenigen, die hohen Blutdruck bzw. Morgenhochdruck haben, gefährlich sein.

Durch die Steigerung der Symphatikusaktivität kann der morgendliche Anstieg der Blutdruckwerte noch höher ausfallen. Bei Morgenhochdruck verstärkt sich dadurch die ohnehin erhöhte Gefahr von Herz-Kreislauf-Komplikationen wie Herzinfarkt und Schlaganfall.

"Sanfte" Tipps gegen Morgenmüdigkeit

  • Springen Sie nicht gleich aus dem Bett. Dehnen und strecken Sie erst Arme und Beine. Bleiben Sie kurz am Bettrand sitzen, bevor Sie aufstehen.

  • Tanken Sie am Fenster, im Garten oder auf dem Balkon Sauerstoff und atmen Sie tief durch.

  • Machen Sie ein paar einfache Übungen wie Kniebeugen und Armkreisen.

  • Warme Dusche und Bürstenmassage beleben die Durchblutung, ohne die Blutdruckwerte reflektorisch zu steigern.

  • Essen Sie abends nicht zu spät, nicht zu schwer und nicht zu viel, denn mit vollem Magen schläft es sich schlecht und lässt Sie am nächsten Morgen wie gerädert aufwachen.

Vorsicht mit körperlichem Training am frühen Morgen!

Sport am Morgen? Waldjogging vor dem Frühstück? Stärkung durch Schwimmen im kalten See bei Sonnenaufgang? Hier sollte mit einigen Vorurteilen und insbesondere mit Verallgemeinerungen aufgeräumt werden. Was nämlich für junge gesunde Sportler oder für Menschen, die unter einem zu niedrigen Blutdruck leiden, gut ist, kann einem Hochdruckkranken erheblich schaden und ihn sogar einer erhöhten Infarktgefahr aussetzen. Morgens zwischen 8 und 10 Uhr erleben die meisten Menschen ihr erstes Hoch. Für Patienten mit erhöhten Blutdruckwerten ist es jedoch viel besser, den Tag langsam anzugehen und ihre sportliche Aktivitäten auf eine andere Tageszeit zu verlegen. Insbesondere Hochdruckpatienten, die auch an einer koronaren Herzkrankheit leiden, sollten sich frühmorgens nicht all zu viel vornehmen, da dies die Zeit des höchsten Herz-Kreislauf-Risikos ist. Für Berufstätige geeignet ist die Zeit vor dem Abendessen, zwischen 16.00 und 19.00 Uhr, da sie mit einem guten Trainingseffekt verbunden ist.
Bevor Sie Ihre sportliche Aktivität aufnehmen, lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten.
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