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Herzinfarkt: ein Notfall

Notarzt
Etwa jeder zehnte internistische Notfallrettungs-Einsatz in Deutschland ist ein Herzinfarkt. Wird frühzeitig behandelt, steigen die Überlebenschancen deutlich an.
Wird ein Herzkranzgefäß durch Verkalkung oder ein spontan gebildetes Blutgerinnsel verschlossen, kann ein bestimmter Bezirk des Herzmuskels überhaupt nicht mehr durchblutet werden. Dies bedeutet, dass dieser Bereich des Herzmuskels abstirbt: Der Patient hat einen Herzinfarkt.

Manch einer spürt schon einige Tage vorher das Gefühl von Atemnot, Erschöpfung oder Schmerzen in der Brust. Der Schmerz des Herzinfarkts ist dem eines massiven Angina-pectoris-Anfalls ähnlich. Es besteht ein Engegefühl in der Brust mit ausstrahlenden Schmerzen in den linken oder aber auch rechten Arm, eventuell auch Schmerzen, die sich über den Hals in den Kieferbereich erstrecken. Gleichzeitig können starkes Herzklopfen, Ohnmacht oder auch extrem starke Angstgefühle auftreten. Im Gegensatz dazu gibt es auch so genannte stumme Infarkte, bei denen der Betroffenen gar nicht bemerkt, dass er einen Herzinfarkt erlitten hat. Der Herzinfarkt ist dann lediglich in einem EKG durch eine Untersuchung beim Arzt nachzuweisen. Entscheidend für das Wohlbefinden bzw. für das Überleben eines Patienten nach dem Herzinfarkt ist, wie groß der Bereich des Herzmuskels ist, der durch den Gefäßverschluss abstirbt.

Dem Arzt stehen in der Klinik Medikamente und Operationstechniken zur Verfügung, die eine Auflösung bzw. Zerstörung des Blutgerinnsels, das ein Herzkranzgefäß verstopft, ermöglicht.
Ausrufezeichen
Deshalb gilt: Besteht Verdacht auf einen Herzinfarkt muss sofort der Notarzt gerufen werden und der Patient so schnell wie möglich ins nächste Krankenhaus eingeliefert werden!
Ist nur ein kleines Gebiet des Herzmuskels betroffen, kann sich der Patient nach dem Infarkt wieder gut erholen, wobei er allerdings bedenken sollte, dass er noch einmal eine Chance für ein normales Weiterleben erhalten hat. Er sollte deshalb alles dafür tun, einen zweiten Herzinfarkt zu vermeiden. Denn es ist medizinisch gesichert, dass Patienten, die bereits einmal einen Herzinfarkt erlitten haben, ein stark erhöhtes Risiko für einen zweiten Herzinfarkt haben, der dann höchstwahrscheinlich deutlich schwerwiegendere Folgen haben wird als der erste.

Dies muss einerseits durch die Einnahme geeigneter, durch den Arzt verschriebener Medikamente geschehen, wie z.B. Medikamente gegen Hochdruck, Fettstoffwechselstörungen, Zuckerkrankheit und zur Blutverdünnung, andererseits auch in gleichem Maße durch die Einhaltung einer gesunden Lebensführung.
Gehören auch Sie zur Gruppe der Patienten mit erhöhtem kardiovaskulären Risiko? Testen Sie hier Ihr individuelles Herzinfarktrisiko.
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