Wird ein Herzkranzgefäß durch Verkalkung oder ein spontan gebildetes Blutgerinnsel verschlossen, kann ein bestimmter Bezirk des Herzmuskels überhaupt nicht mehr durchblutet werden. Dies bedeutet, dass dieser Bereich des Herzmuskels abstirbt: Der Patient hat einen Herzinfarkt.
Manch einer spürt schon einige Tage vorher das Gefühl von Atemnot, Erschöpfung oder Schmerzen in der Brust. Der Schmerz des Herzinfarkts ist dem eines massiven Angina-pectoris-Anfalls ähnlich. Es besteht ein Engegefühl in der Brust mit ausstrahlenden Schmerzen in den linken oder aber auch rechten Arm, eventuell auch Schmerzen, die sich über den Hals in den Kieferbereich erstrecken. Gleichzeitig können starkes Herzklopfen, Ohnmacht oder auch extrem starke Angstgefühle auftreten. Im Gegensatz dazu gibt es auch so genannte stumme Infarkte, bei denen der Betroffenen gar nicht bemerkt, dass er einen Herzinfarkt erlitten hat. Der Herzinfarkt ist dann lediglich in einem EKG durch eine Untersuchung beim Arzt nachzuweisen. Entscheidend für das Wohlbefinden bzw. für das Überleben eines Patienten nach dem Herzinfarkt ist, wie groß der Bereich des Herzmuskels ist, der durch den Gefäßverschluss abstirbt.
Dem Arzt stehen in der Klinik Medikamente und Operationstechniken zur Verfügung, die eine Auflösung bzw. Zerstörung des Blutgerinnsels, das ein Herzkranzgefäß verstopft, ermöglicht.



