50-80% aller Typ-2-Diabetiker leiden an Bluthochdruck und häufig auch an Fettstoffwechselstörungen. Wenn Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen beim Diabetiker vorliegen, spricht der Arzt vom "metabolischen Syndrom". Der Bluthochdruck hat dann eine besonders schädigende Wirkung.
Beim Hochdruckpatienten, der gleichzeitig an Diabetes leidet, werden die arteriellen Gefäße extrem geschädigt. Erhöhte Blutzuckerwerte sorgen dafür, dass die Gefäßwände verdicken und verkalken. Erhöhter Blutdruck führt langfristig ebenfalls zu Arterienverkalkung. Das heißt für den Diabetiker: Die Arterien werden von 2 Seiten gleichzeitig "angegriffen" und die Arteriosklerose kann um so schneller fortschreiten.
Besonders gefährdete Gefäße sind bei Zuckerkranken nicht nur die größeren Arterien wie Gefäße der Beine, sondern auch die ganz fein verzweigten arteriellen Gefäße, beispielsweise in Niere und Auge. Werden diese Diabetes geschädigten Gefäße nun auch noch zusätzlich durch hohen Blutdruck belastet, kommt es leicht zu Einrissen und Verletzungen der inneren Gefäßwand.
Die Gefahr einer Thrombose ist beim Diabetiker mit Bluthochdruck deutlich erhöht!
Eine weitere gefährliche Folge des erhöhten Blutzuckers: Das Blut des Diabetikers neigt schneller zur Gerinnselbildung als das des Nichtdiabetikers. Das bedeutet, dass beim Diabetiker rascher als beim Nichtdiabetiker eine hochdruckbedingte Gefäßverletzung der Arterieninnenwand eine Gerinnselbildung im Bereich der verletzten Gefäßwand hervorruft. Die Blutplättchen verklumpen stärker und die Gefahr eines kompletten Gefäßverschlusses steigt. Lebensbedrohliche Erkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Nierenversagen, Erblindung oder die Schaufensterkrankheit können die fatale Folge sein.



