Der Blutdruck und die Herzfrequenz sind bei gesunden Menschen morgens am höchsten. Das hängt unter anderem mit der Aktivität des vegetativen Nervensystems zusammen. Während tagsüber der Körper durch den Symphatikus "angetrieben" wird, agiert in der Nacht der Parasymphatikus, der für die Regeneration des Körpers sorgt. In der Sommerzeit ist der Sympathikus insgesamt länger aktiv - die Erholungsphasen für den Körper sind kürzer. Empfehlenswert ist daher, den langen Sommertag mit einer kurzen Entspannungsphase am frühen Nachmittag zu unterbrechen.
Das Bedürfnis nach einem Nickerchen verspürt man häufig nach der Mittagspause. Schon zwei Minuten im Sitzen reichen aus, um dem Körper die schwindende Energie zurück zu geben. Im Büro geht das natürlich nicht. Hier hilft: schnell aufstehen, Kaffee holen, weiter machen. In den nicht-industrialisierten, traditionell gebliebenen Ländern gehört der Mittagsschlaf zum Alltag. Das soziale Umfeld lässt dort eine solche Ruhephase zu. In unserer leistungsorientierten Arbeitswelt gehört das Mittagsschläfchen zum Luxus, der Kindern und älteren Menschen vorbehalten bleibt.
Wer sich aber eine echte Siesta leisten und sich mittags kurz hinlegen kann, der fühlt sich danach wie neugeboren. Untersuchungen zeigen, dass nach einem kurzen "Nachmittagsschläfchen" die Leistungsfähigkeit um 40 Prozent höher ist, als wenn durchgearbeitet wird. Viele amerikanische und japanische Firmen haben die leistungssteigernden Effekte einer Siesta schon längst erkannt und bieten ihren Mitarbeitern die Möglichkeit, in der Mittagspause kurz zu entspannen.



