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Aktion Morgenhochdruck - schon frühmorgens unter DruckDie "Aktion Morgenhochdruck" wurde von Boehringer Ingelheim gemeinsam mit der Deutschen Hochdruckliga durchgeführt. In 3.000 Arztpraxen wurden bei insgesamt etwa 60.000 Patienten morgendliche Blutdruckwerte gemessen. 94 Prozent der Patienten waren hochdruckkrank. Obwohl diese Patienten Blutdruck senkende Medikamente erhielten, wiesen lediglich 22 Prozent der Untersuchten frühmorgens normale Blutdruckwerte auf.
Bei einer Nachfolgeuntersuchung an 110 Patienten wurden die Ergebnisse der Großaktion bestätigt. Aus der 24-Stunden-Blutdruckmessung gewonnene Daten spiegelten das Ergebnis der "Aktion Morgenhochdruck" wieder: lediglich 22 Prozent der Teilnehmer hatten normale morgendliche Blutdruckwerte. Trotz Therapie sind nur 22 Prozent der Patienten in den Morgenstunden ausreichend geschützt.
Hoher Blutdruck tut nicht weh?Im Gegenteil – dieser Leitsatz wurde durch Ergebnisse der "Aktion Morgenhochdruck" widerlegt. 42 Prozent der Befragten gaben morgendliche Beschwerden an. Am häufigsten handelte es sich hierbei um Schwindel und Gefühl der Benommenheit, Kopfschmerzen und Kopfdruck sowie Angina pectoris und Luftnot. Je höher die Blutdruckwerte lagen, umso häufiger wurden Beschwerden genannt. Dies zeigt eindeutig, dass morgendliche Beschwerden etwas über die Qualität der Blutdruckeinstellung aussagen können. Treten bei Ihnen solche Beschwerden auf, sprechen Sie unbedingt mit Ihrem behandelnden Arzt. Eventuell reicht Ihre blutdrucksenkende Behandlung nicht aus. Ihr Arzt wird dafür sorgen, dass die therapeutische Lücke geschlossen wird.
Hoher Blutdruck oft zu lange unerkanntViele der Betroffenen wissen gar nicht, dass ihre Beschwerden mit erhöhtem Blutdruck zusammenhängen. Nur wenige lassen sich bewusst auf die Möglichkeit erhöhter Blutdruckwerte untersuchen. So kann ein bestehender Morgenhochdruck lange unerkannt und unbehandelt bleiben. Nur die regelmäßige Blutdruckkontrolle kann zur rechtzeitigen Erkennung führen.
Dabei ist es besonders wichtig, normale morgendliche Blutdruckwerte zu haben, da diese Tageszeit das größte Risiko von Herz- und Kreislaufkomplikationen mit sich bringt. Als Ursache dafür gilt die "innere Uhr" unseres Körpers, die dafür sorgt, dass frühmorgens die Aktivität des so genannten symphatischen Nervensystems zunimmt und somit auch der Blutdruck steigt. Durch Senkung des Blutdrucks auf Normwerte wird das Risiko von Herz-Kreislaufschäden sowie von Herzinfarkt und Schlaganfall gesenkt. |
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