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Was ist Morgenhochdruck?

Morgenhochdruck bedeutet: hohe Blutdruckwerte am Morgen (> 140/90 mmHg). Der Tagesrhythmus der Blutdruckwerte wird durch unsere innere Uhr bestimmt. In der Nacht schaltet unser Körper auf "Sparflamme", um sich zu erholen. Nach dem Aufwachen arbeitet der Kreislauf auf Hochtouren, um den Körper auf die Aktivitäten des Tages vorzubereiten. Adrenalin und Noradrenalin werden ausgeschüttet, die Gefäße verengen sich, Puls und Blutdruck erreichen ihr Maximum.

Doch was für den gesunden Menschen unproblematisch ist, wird für den Hochdruck-Patienten zur echten Gefahr. Studien belegen, dass das Schlaganfallrisiko von Morgenhochdruck-Patienten dreimal größer ist als bei Bluthochdruck-Kranken mit mäßigem morgendlichen Druckanstieg (1). Das Risiko, einen Herzinfarkt oder plötzlichen Herztod zu erleiden, ist doppelt so hoch.

Auch Menschen, deren Bluthochdruck bereits erkannt wurde und die Medikamente dagegen einnehmen, können leider nicht sicher sein, dass sie automatisch vom gefährlichen Morgenhochdruck verschont bleiben. Die Aktion Morgenhochdruck hat eindrucksvoll gezeigt, dass trotz Therapie nur jeder vierte Patient normale Blutdruckwerte am Morgen hatte.
Der Bluthochdruck folgt der inneren Uhr - eng an den Tag/Nacht - Rhythmus gekoppelt. Treten Beschwerden wie Kopfschmerzen und Schwindel auf, kann Bluthochdruck die Ursache sein.

Warum ist der Morgenhochdruck so schwer in den Griff zu bekommen?

Nicht alle Blutdrucksenker garantieren eine über 24 Stunden anhaltende Wirkung.
Aus Untersuchungen weiß man, dass bei vielen Medikamenten die Wirkung bereits einige Zeit vor Einnahme der nächsten Dosis nachläßt. Da die Blutdrucksenker in der Regel morgens beim Frühstück eingenommen werden, ist es wichtig, dass die Wirkung bis zum nächsten Morgen anhält. Sehr viele Medikamente bieten den 24-Stunden-Schutz nicht. Dadurch entsteht eine sogenannte „therapeutische Lücke“. Die Folge: zu hoher Blutdruck am Morgen.

Um den Morgenhochdruck in den Griff zu bekommen, ist die Behandlung mit Medikamenten erforderlich, die bei einer einmal täglichen Einnahme bis in den nächsten Morgen wirksam sind.
Therapielücken
Therapielücken entstehen, wenn Medikamente nicht über 24 Stunden wirksam sind.
(1) Quelle: Kario et al
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