Home     Kontakt    Suche:     Go  
Fachkreis

Startseite  > Asthma / COPD  > Asthma-Reiseführer  > Mit Asthma auf Reisen - worauf ist zu achten? > Welche klimatischen ...

Welche klimatischen Verhältnisse herrschen am Urlaubsort?

Bei Asthmatikern können - abgesehen von Allergenen - auch Änderungen der Lufttemperatur und/oder Luftfeuchtigkeit zur Krankheitsverschlechterung und einer erhöhten Anfallshäufigkeit führen.

Heiße Klimazonen:

wüste
(jährliche Durchschnittstemperaturen zwischen ca. 24 - 28 °C)
  • feuchte Hitze (z.B. Regenwald) – sind für Atemwegspatienten nicht geeignet. Da der Körper nur wenig Wärme nach außen abgeben kann, ist auch für Atemwegsgesunde jede körperliche Anstrengung erschwert.
  • trockene Hitze (z.B. Wüste, Savanne) – ist aufgrund extremer Temperaturen (bis ca. 50°C) und der starken Sonneneinstrahlung für den Körper sehr belastend. Reisen in derartige Regionen sollten daher während der kühleren Wintermonate geplant werden. Schaden können auch der unsachgemäße Gebrauch von Klimaanlagen (verschmutzte Filter, Zugluft nachts) sowie plötzliche starke Staubexposition (Sandstürme).

Gemäßigte Klimazonen:

Collage
(monatliche Durchschnittstemperaturen zwischen ca. 10 - 28 °C)
  • Meeresküsten – hier findet man allergenarme Luft mit erhöhtem Feuchtigkeitsgehalt. Beachtet werden sollten jedoch Reizfaktoren wie erhöhte UV-Strahlung und stärkere Wärmebelastung in den Sommermonaten am Mittelmeer und auf den kanarischen Inseln sowie kühler Wind an der Nord- und etwas weniger an der Ostsee.
  • Mittelgebirge – ist aufgrund der Pollen- und Pilzallergene, die durch Wald und Wiesen produziert werden, insbesondere im Frühling und im Sommer für den Asthmatiker mit Pollenallergie ungeeignet.
  • Hochgebirge – zeichnet sich durch allergenarme Luft aus. Die Zahl der Schadstoffe in der Luft wird mit zunehmender Höhe geringer. Ab 1500 Meter sind in unseren Breiten keine Milben mehr vorzufinden, da mit zunehmender Höhe Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Taupunkt abnehmen. Beachtet werden sollte jedoch die erhöhte UV-Strahlung, kühler, stärkerer Wind mit niedrigen Temperaturen und geringer Luftfeuchtigkeit sowie reduzierter Sauerstoffpartialdruck.

Kalte Klimazonen:

Hundeschlitten
Mit Jahresdurchschnitts-
temperaturen von ca. 10°C (Tundrazone) bzw. 0°C (Polarzone) sind lediglich in den Sommermonaten für Aktivaufenthalte (z.B. Bergexpeditionen und Hundeschlitten-Touren) geeignet.

Besonders die in den Wintermonaten vorherrschende kalte und trockene Luft belastet das empfindliche Bronchialsystem des Asthmatikers. Außerdem treten in dieser Zeit Erkältungskrankheiten häufiger auf, die gerade Asthmapatienten gefährlich werden können. Eine rechtzeitige Grippeschutzimpfung wird insbesondere für Asthmakranke empfohlen.
Unabhängig vom vorherrschenden Klima sollten Gebiete mit hoher Luftverschmutzung gemieden werden. Dies gilt vor allem für die Großstädte Lateinamerikas und Asiens, aber auch für südeuropäische Großstädte wie z.B. Athen oder Istanbul. Es empfiehlt sich, bei Ozonwarnungen in geschlossenen Räumen zu bleiben.
Dieser Artikel war für mich...
   sehr hilfreich
   teilweise hilfreich
   unbrauchbar
Absenden
   Seite bewerten
      © Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG 1997-2012. Alle Rechte vorbehalten.
Impressum | Nutzungsbedingungen
Boehringer Ingelheim