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Empfehlung für den Alltag
Verbessern Sie Ihre Atemtechnik!
Begleitend zur medikamentösen Therapie müssen Sie auf jeden Fall Ihre Atemtechnik optimieren. Dies sollte unter Anleitung eines Arztes oder Atemwegstherapeuten geschehen. Grundlage für die Atemtherapie ist, dass Sie für sich die Position finden, bei der Ihnen das Atmen am leichtesten fällt. In der Fachsprache werden diese Positionen und Atemtechniken u. a. als Kutschersitz, Torwartstellung und Lippenbremse bezeichnet.
Wenn Sie an COPD leiden, sollten Sie auch lernen 'richtig' zu husten. Die richtige Hustentechnik wird Ihnen beim kontrollierten Abhusten von Schleim helfen! Auch für diese Übung sollten Sie sich an einen Fachmann/eine Fachfrau wenden.
Vermeiden Sie verschmutzte Luft!
Lüften Sie Ihre Wohnung häufiger am Tag kurz durch! Halten Sie sich von Zigarettenrauch (auch als Passivraucher) fern! Staubige Teppichböden über einer Fußbodenheizung verwandeln die Luft in Ihren Schlaf- und Wohnräumen in eine einzige, außer bei starkem Sonnenlichteinfall, meist unsichtbare Staubwolke. Vermeiden Sie Formaldehyd-behandelte Hölzer in den Innenräumen Ihrer Wohnung (Holzdecken, Möbel etc.).
Wenn Sie an Asthma leiden und auf bestimmte Stoffe (Pollen, Tierhaare usw.) allergisch sind, müssen Sie diese unbedingt meiden!
Vermeiden Sie zu starke körperliche Anstrengungen und Bewegungsmangel!
Extreme Körperbelastungen führen zu Sauerstoffmangel aller Körperorgane. Dieser Mangel kann zu bleibenden Schäden an diesen Organen führen. Körperliche Betätigung ist sicher auch für COPD-Patienten und Asthmatiker gesund, aber bitte in Maßen. Fragen Sie bitte Ihren Arzt, welchen Sport Sie in welchem Umfang nachgehen sollten.
Vermeiden Sie Aufregungen - trainieren Sie, sich zu entspannen!
Je mehr Sie sich aufregen, um so mehr steigert sich Ihre Atemnot. Sie sollten sich deshalb unbedingt damit beschäftigen, wie Sie Aufregung und Angstsituationen durch geeignete Entspannungsübungen meistern können. Nehmen Sie hierzu auch an Kursen z. B. für autogenes Training oder Yoga teil. Diese werden in verschiedenen Kliniken oder auch von Volkshochschulen angeboten. Finden Sie darüber hinaus für sich persönlich heraus, was Sie beruhigt; dies kann ein Spaziergang in der freien Natur, ein Hobby wie Malen oder auch das Hören einer bestimmten Musik sein. Außerdem sollten Sie ein geregeltes Leben mit einem konstanten Tagesablauf führen. Für Ihren Körper bedeuten Regelmäßigkeiten im alltäglichen Leben (beispielsweise feste Essens- und Schlafenszeiten) stressfreie Aktivitäten, auf deren Ablauf er sich mit der Zeit automatisch einstellt.
Was ist mit Urlaub?
Sie sollten sich auf jeden Fall einen erholsamen und gesunden Urlaub gönnen. Als Urlaubsziel empfehlenswert sind alle Regionen mit sauberer, schadstoffarmer Luft. Dafür würde sich vor allem ein Urlaub am Meer eignen. Hier ist die Luft sauerstoffreich, pollenarm und in unmittelbarer Nähe des Meeres oder beim Schwimmen im Salzwasser kann die salzhaltige Luft zähen Schleim aus den Bronchien lösen helfen. Saubere Luft ist auch im Gebirge zu finden, jedoch ist hier in sehr hohen Lagen der Sauerstoffanteil an der Atemluft etwas geringer. Optimal wäre ein sogenannter Kururlaub, bei dem Sie in erholsamer, entspannter Urlaubsatmosphäre, z. B. in einem Luftkurort, neben Ihren Urlaubsaktivitäten gleichzeitig Ihre Atemtechnik verbessern und Entspannungstechniken erlernen könnten. Fragen Sie hierzu Ihren Arzt oder Ihre Krankenkasse um geeignete Adressen!
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