Wird beim Besuch eines Patienten in der Praxis ein erhöhter Blutzucker festgestellt (Nüchtern-Blutzucker-Werte größer 126 mg/dl), ist bereits bei jedem zweiten dieser Patienten eine arteriosklerotische Komplikation (z. B. koronare Herzkrankheit) nachweisbar. Besonders gefährdet für das Vorliegen der Arteriosklerose sind hierbei die zuckerkranken Patienten, die neben Diabetes gleichzeitig an
Hochdruck und Fettstoffwechselstörungen sowie Übergewicht leiden (Krankheitsbezeichnung hierfür: metabolisches Syndrom). Häufig betroffen von der Arteriosklerose sind bei diesen Patienten auch die Beinarterien. Die Schädigung und Verengung dieser Arterien führt zu schmerzhaften Gehbeschwerden (Schaufensterkrankheit oder Claudicatio intermittens genannt) und durch mangelhafte Blutversorgung der Füße und Zehen in Verbindung mit Infektionen häufig zu offenen Fußgeschwüren und Absterben der Zehen. Eine Amputation von Teilen der betroffenen Gliedmaße ist dann häufig unumgänglich.