Ausgeprägte allergische Reaktionen auf Insektengift signalisieren immer: Jeder neuerliche Stich einer Biene oder Wespe kann für den Betroffenen tödlich sein! Diese Tatsache lässt für Ring, Präsident der DGAI, nur einen Schluss zu: An die Notfall-Behandlung muss sich in jedem Fall die penible allergologische Abklärung anschließen. Nur sorgfältige Analyse der Vorgeschichte, Intrakutan-Tests sowie Bestimmen der IgE-Antikörper mittels RAST (Radio-Allergo-Sorbent-Test) sichern die Verdachtsdiagnose "Insektengift-Allergie". Liegt eine solche vor, müssen Betroffene sorgfältig darüber aufgeklärt werden, wie sich das Risiko minimieren lässt, von einer Biene oder Wespe gestochen zu werden. Ring rät Allergikern:
- Im Sommer nicht barfuß über Wiesen laufen. Vorsicht ist auch im Umfeld von Blumen und Obst geboten.
- Bei der Gartenarbeit körperbedeckende Kleidung, geschlossene Schuhe und Handschuhe tragen.
- Gläser mit Getränken im Freien stets abdecken, um zu vermeiden, dass stachelbewehrte Insekten hineinfallen und beim Trinken unversehens geschluckt werden.
- Beim Essen süßer Speisen stets prüfen, ob sich nicht gerade eine Biene oder Wespe am Kuchen oder Sahneeis gütlich tut.
- Wer beim Spielen oder Sporttreiben im Freien ins Schwitzen gerät, sollte sich gut abtrocknen, besser noch kurz abduschen: Schweiß lockt stechende Insekten an!
- Umschwirren gefährliche Plagegeister ihr potenzielles Opfer begehrlich, ist Ruhe erste Allergiker-Pflicht: Wer hektisch um sich schlägt, versetzt die Insekten nur in Angst oder Rage, was ihre Angriffslust beträchtlich steigert.